So, die Liste N.I.C.H.T. tritt also NICHT zu den nächsten StuPa-Wahlen an. In der Umfrage (s.u.) hat sich niemand dafür ausgesprochen, und per Mail kamen auch keine Anfragen von Leuten, die unbedingt auf Platz Eins kandidieren wollten. Was ist von Gießener Studierenden auch anderes zu erwarten (Überraschung 1).
Die existierenden Listen haben es jedenfalls nicht geschafft, auf ihren Webseiten auf die Möglichkeit hinzuweisen, das passive Wahlrecht auszuüben und eigene, neue, FRISCHE oder wenigstens nicht so sehr nach Verwesung riechende Listen zu gründen (Überraschung 2).
Verwundert möchte man sich die Augen reiben, weil auf diesen Webseiten (der Hochschullisten der JLU) so gut wie nie was passiert. Dabei gäbe es doch genug Dramen, über die Transparenz herzustellen wäre… oder? Kleine Auswahl:
Eine „Vollversammlung“ des AStA der JLU mit sage und schreibe 32 (!) Anwesenden (laut irgendeines Protokolls, Protokoll der VV habe ich nocht nicht gefunden) (Überraschung 4). Komisch, dass die Fachschaft Lehramt da regelmäßig mehr Leute zu ihren Versammlungen bewegt, obwohl Fachschaftsräte / Fachschaftsengagierte keine Aufwandsentschädigungen bekommen und alles unentgeltlich machen…
Zahlreiche Austritte bei Listen, trotzdem werden die StuPa-Mandate behalten (beim RCDS, bei Brennpunkt Uni…)…
Ein Kandidat von Brennpunkt Uni will in den Wahlausschuss gewählt werden, welcher kurz zuvor eine eher geringe Mitgliederanzahl anmerkte… dann scheinen es aber „plötzlich“ doch genug Leute zu sein und der Kandidat verfehlt die nötige Mehrheit, obwohl seine Liste in der aktuellen Koalition vertreten ist…
Berichte über StuPa-Sitzungen werden nicht mehr veröffentlicht… die StuPa-Seite wird nicht aktualisiert, was aktuelle Sitzungstermine angeht…
Und schließlich: Gescheiterte Abwahlanträge gegenüber 3 AStA-Referenten von UniGrün, initiiert von der Demokratischen Linken. Der Vorwurf (Überraschung 5): Nichts weniger als der Holocaust werde verharmlost… Wenigstens gibt es darüber ein paar Infos auf der Seite der DL.
Vielleicht ist es besser so, dass weder die Online-Ausgaben der Gießener Zeitungen, noch die Webseiten der beteiligten Akteure (der Hochschullisten) nicht mehr berichten als sie unbedingt müssen (Protokolle der Gremiensitzungen müssen ja sein), sonst wäre eine Wahlbeteiligung von unter 20% wohl mehr als wahrscheinlich, und das will ja, zumindest offiziell, keiner…
Für die verbleibenden nahezu 80% wird es also weiterhin heißen: Anstatt wählen gehen, lieber mal anständige Mucke hörn.
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